Treffpunkt für Nazis und Rechtsextreme in Hietzing

gepostet am 16. April 2010 - 9:54 von xx

Im Restaurant "Zum Weinbrunnen", Auhofstraße 205, 1130 Wien trifft sich regelmäßig die Hietzinger FPÖ zu politischen Versammlungen. Besucht werden die Veranstaltungen von Hietzinger Alt- und Jung-RechtsextremistInnen, Nazis und sonstigen FP-SympathisantInnen. Gesinnungsfreunde aus anderen Bezirken lassen sich auch sehen. Zumindest ein ehemaliges VAPO-Mitglied ist ebenso mit dabei. Der Hietzinger FPÖ Klubobmann Mag. Günter Kasal begrüßt ausmahmslos alle Gäste freundlich per Handschlag!

Die Veranstaltungen werden scheinbar nicht auf der Website der Hietzinger FPÖ angekündigt. Wahrscheinlich werden die Anhänger per Email-Verteiler oder postalisch informiert. Das Lokal selbst ist eine Art gutbürgerliches Wiener Gasthaus. Weder die Betreiber noch das Personal scheinen Sympathien für die FPÖ zu hegen. Offensichtlich ist der gesellschaftliche Druck in Hietzing zu groß um den Rechtsextremen Auftrittsmöglichkeiten zu verwehren.

Vielleicht gelingt es jemanden in den Verteiler der FP-Hietzing zu gelangen und darüber informiert zu werden, wann die nächsten Treffen stattfinden. Wer dann noch seine Liebe zum Nichtrauchen entdeckt, bekommt einen Platz im Nichtraucher-Raum des "Weinbrunnens" und ist mitten drin im Geschehen. Die FPÖler mögen es gar nicht, wenn sie nicht unter sich sind. Umso mehr AntifaschistInnen zum Essen kommen, umso unangenehmer wird es dem Pack...

Ergänzungen

Wie man's nimmt

Bekanntlich gehen Meinungen ja teilweise auseinander aber das hier finde ich schon ein starkes Stück.

Es ist zwar schon eine Zeit lang her als ich das letzte Mal dort essen war aber der Eindruck den ich hatte spiegelt sich leider oder doch eher Gott sei Dank nicht mit diesem Bericht.

Ich finde diesen Bericht auch sehr subjektiv geschrieben und gehe davon aus dass es sich ca. folgender Maßen abgespielt hat:

Jemand sitzt im Lokal, sieht ein paar Leute in einen Raum gehen und erfährt zufällig dass es sich um treffen der lokalen FPÖ handelt, er ist zwar nicht selbst anwesend, kennt auch niemanden dieser Menschen aber er weiß genau dass es sich hierbei um Nazi-Pack handelt und wahrscheinlich wollen sie die Weltherrschaft an sich reißen.

"Die FPÖler mögen es gar nicht, wenn sie nicht unter sich sind"

Weiß ich zwar nicht genau aber wenn wo eine Veranstaltung geplant ist bei der die Teilnehmer persönlich eingeladen werden dann wird es wohl den Grund haben dass diese Leute unter sich sein wollen. Ich kann dem auch nichts Schlechtes abgewinnen.

Hinzu kommt dass der Klubobmann ausnahmslos jedem Gast die Hand schüttelt, stellt euch vor was passiert wenn das jeder macht.

Also bitte nichts für ungut, ich bin gegen jede Art von Extremismus (egal ob von recht oder links) aber wenn man solche Anschuldigungen in den Raum stellt sollte man schon ein paar Fakte vorzuweisen haben.

Außer beleidigende und für den Wirt rufschädigende Bemerkungen hat dieser Bericht nichts vorzuweisen.

Ich war selbst schon auf mehreren Veranstaltungen verschiedener Parteien und finde es sehr unhöflich wenn man alle Anwesenden pauschal als Pack (egal ob rechts, links, oben, unten) deklariert.

Vielleicht hättest du einfach nett fragen sollen ob du dich dazu setzen kannst?

Es ist zwar nicht falsch wenn man versucht die Welt zu verbessern aber dennoch sollte man versuchen objektiv zu bleiben und andere Meinungen zu akzeptieren.

Wenn jemand den Wunsch hegt unter sich zu bleiben dann sollte dieser auch akzeptiert werden und wenn der Verdacht einer strafbaren Handlung besteht sollte man gleich Anzeige erstatten.

Zu guter Letzt möchte ich alle Leser darauf hinweisen dass man im Weinbrunnen ausgezeichnet essen kann und soweit ich es mitbekommen durfte ist es dem Wirt recht egal welche politische Gesinnung man verfolgt. Ärger macht man sich maximal wenn man die Zeche nicht bezahlen kann. :)

stellungnahme "der wirt"

als familienbetrieb bemühen wir uns seit fast 25 jahren unseren gästen gute speisen und getränke in einer gemütlichen atmosphäre zu bieten. und damit meinen wir "ALLEN" unseren gästen! der weinbrunnen ist sicher kein parteilokal (für keine! partei) und öffnet seine räumlichkeiten gerne für alle arten von veranstaltungen, solange diese nicht gegen das gesetz oder die guten sitten verstossen. alle einträge in diesem forum sind anonym. wieso?? wieso wird hier zum boykott gegen ein gut bürgerliches restaurant gehetzt, wenn doch nicht einmal vom verfasser selbst seine erwähnte "zivilcourage" erbracht wurde; weder den fp-versammelten, noch den kellnern, noch dem "wirt" gegenüber?? der wirt behält sich das recht vor, alle störenden gäste des hauses zu verweisen und notfalls auch zur anzeige zu bringen, denn hausfriedensbruch aber auch rufmord ist nach wie vor illegal. alle anderen gäste sind bei uns sehr gerne gesehen.

mfg

sandra fehringer/fam. fehringer, restaurant zum weinbrunnen, auhofstrasse 205, 1130 wien

gern, aber wann?

wenn ich die kohle zam krieg, lad ich gern wem ein oder verabred mich dort,

aber ihr müssts schon schreiben WANN!

 

 

die goschn aufmachen fällt unter zivilcourage, aber wenns keinen anlass gibt wirds *uarks* ;P

"Offensichtlich ist der

"Offensichtlich ist der gesellschaftliche Druck in Hietzing zu groß um den Rechtsextremen Auftrittsmöglichkeiten zu verwehren."

Nö, der Wirt wird einfach nur die Kohle sehen wollen. Es ist eher so, dass es wohl bislang keinerlei Druck gab, der auch nur irgendeine Positionierung des Wirtens verlangt hätte...

"Vielleicht gelingt es jemanden in den Verteiler der FP-Hietzing zu gelangen und darüber informiert zu werden, wann die nächsten Treffen stattfinden."

Das wird nach deinem Artikel natürlich viel einfacher...

Ich find`s gut, sich schlau zu machen. Allerdings wäre es noch besser, nicht immer alles sofort auf indy zu stellen. Ja und die "mehr Antifaschisten" zum Essen kommen halt auch nicht, weil jemand irgendwo irgendwas postet, sondern wenn sich Menschen in politischen Gruppen engagieren und etwas organisieren. Daran kommt man halt nicht vorbei, wenn man was bewegen will. Und Antifa-Gruppen gibt es ja ein paar in Wien.

wenn mensch nicht gleich bei

wenn mensch nicht gleich bei gruppen mitmachen will kann mensch solche infos trotzdem an antifa gruppen weitergeben, anstatt sie auf indy zu posten - das wäre wie bereits oben angesprochen sicherlich die effektivere variante.

Allerdings finde ich es immer noch besser die infos hier zu posten als sie gar nicht zu weiterzugeben/veröffentlichen. Nicht alle menschen haben bezug oder vertrauen zu gruppen in denen sie vielleicht niemensch persönlich kennen.

Antwort auf eure Ergänzungen

Zu aller erst wird man von mir keine pauschalen Unterstellungen wie "Nö, der Wirt wird einfach nur die Kohle sehen wollen. Es ist eher so, dass es wohl bislang keinerlei Druck gab, der auch nur irgendeine Positionierung des Wirtens verlangt hätte..." zu lesen kriegen. Ich frag mich schon woher der Verfasser dieser Zeilen, dass so genau wissen will. Kennt er dieses Lokal? Ist er dort Gast?

Hietzing ist ein sehr konservatives Eck von Wien. Als "Wirt" ist es sicher nicht immer leicht - besonders in Zeiten der Krise, sich seine Gäste auzusuchen. Und ja, ein "Wirt" lebt nun mal auch von dem Geld, was die Gäste da lassen. Ein offensives Vorgehen gegen die FPÖ könnte für den "Wirt" sehr negative Folgen haben.... Aber vor dem Bildschirm ist die Welt halt einfach zu erklären.....

Ich selbst kenn das Lokal nicht gut und bin eher zufällig reingeschneit, da ich ein Ex-VAPO-Arschloch beim Betreten des Lokales gesehen habe. Mein Eindruck war, dass es sich sicher nicht um ein rechtsextremes oder gar ein Nazi-Lokal handelt!

Zu "aber ihr müssts schon schreiben WANN!": Ich dachte ich hätte das erklärt. Die FPÖ gibt diese Termine scheinbar nicht öffentlich bekannt.

Was das posten auf indy betrifft: Ich bin nicht der Meinung, dass Antifa-Gruppen ein Exklusivrecht auf Information haben. Außerdem ist es meiner Meinung nach gut, wenn solche Informationen öffentlich gemacht werden. Die Nazibrut soll wissen, dass es nicht allen egal ist und dass sie unter Beobachtung steht.

Im Übrigen will ich keinesfalls zu irgendwelchen gewalttätigen Aktionen, die im Geheimen vorbereitet werden müssen, aufrufen. Diese Art von "Antifaschismus" ist nicht meine Sache!

Bitte detailliertere Angaben

Bitte detailliertere Angaben !

Nichts für ungut, aber Nazis dort und dort und dort - Postings hatten wir schon zum Schweine füttern.

Und die Idioten von der VAPO wurden doch schon vor 15-20 Jahren aufgemischt ! Wie kannst du da noch heute sofort jemanden als einen ehemaligen VAPO - Aktivisten erkennen?

?!

Nicht alle AntifaschistInnen wurden nach 1990 geboren. Und Leute die älter als 19 sind, müssen nicht zwangsläufig an Gedächtnisschwund leiden. Detailiertere Informationen habe ich nicht. Die Säcke wollten mir doch tatasächlich ihre Ausweise nicht zeigen.... ; )

Noch was

Was ich noch in Erfahrung bringen konnte, ist, dass sich die FPÖ dort schon seit Jahren trifft. Wie oft und in welchen Abständen weiß ich nicht.

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