Graz: "Frauenrechte müssen her .. Pro Life keinen Fußbreit mehr!"
Was / Wo / Wann
"Frauenrechte müssen her ..
Pro Life keinen Fußbreit mehr!"
Frühschoppen gegen militante AbtreibungsgegnerInnen von HLI
Sa, 7.11. 2009, 09:15 Uhr (pünktlich!)
Schloßbergplatz, Graz (ggü. Dreifaltigkeitskirche)
Demonstration + Protestaktionen
Seit Monaten treiben die radikalen AbtreibungsgegnerInnen von "Human Life International" (HLI) wieder ihr Unwesen: Sie belagern eine Frauenarztpraxis in Graz und belästigen fast täglich Patientinnen, die diese Praxis aufsuchen wollen. Im Mai 2009 lehnte der Grazer Gemeinderat die Errichtung einer Schutzzone vor diesem Gebäude mit den Stimmen von ÖVP, BZÖ und FPÖ ab.
Auch am Samstag, den 7. November, ruft HLI wieder mit einer sogenannten "Gebetsprozession" durch die Innenstadt zu einem Marsch zur Arztpraxis auf. Religiöse FanatikerInnen haben vor Arztpraxen und Einrichtungen, in denen sichere und hygienische Schwangerschaftsabbrüche möglich sind, nichts verloren. Wir fordern daher die sofortige Errichtung einer Schutzzone!
Stoppt den Psychoterror von HLI!
Hinkommen, Transparente, FreundInnen und Lebenslust mitnehmen und
weitersagen!
WAS IST HLI?
HLI („Human Life International“) vertritt eine christlich-fundamentalistische, frauenfeindliche, homophobe, reaktionäre Ideologie: Schwangerschaftsabbruch wird unter allen Umständen verdammt. Zugleich werden jegliche Formen von Verhütung als "frühzeitige Abtreibung" bezeichnet und generell abgelehnt. Homosexualität wird als zerstörerisches Übel verurteilt – nach HLI-Auffassung sollen die Menschen durch Therapie und Gebete von solch "sündhaftem" Verhalten "geheilt" werden.
Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben gilt als Vorstoß gegen den "göttlichen" Willen. Frauen haben im Weltbild von HLI nur den Lebenszweck, Mutter, Brutkasten und Hausfrau zu sein. Selbstbestimmung von Frauen kann und darf es für HLI nämlich nicht geben. Konsequenterweise ruft HLI daher bei Wahlen zur Stimmabgabe für den Rechtsextremisten Ewald Stadler auf, für dessen Sieg es sogar Gebetszeremonien veranstaltete.
Die radikalen AbtreibungsgegnerInnen setzen alles daran, ihre Vorstellungen durchzusetzen, und schrecken weder vor psychischer noch physischer Gewalt zurück. Seit Jahren terrorisiert HLI Patientinnen und Personal von Kliniken und Arztpraxen in Österreich. Der Terror geht sogar so weit, dass bereits Kliniken geschlossen werden mussten, andere in ihrer Existenz bedroht sind und Ärzt_Innen den Rückzug überlegen. In Wien ging zum Beispiel 2004 eine Abtreibungsklinik bankrott, nachdem
HLI-Aktivist_Innen systematisch Frauen vor und innerhalb der Klinik körperlich und verbal bedrängt und sogar teilweise in ein nahegelegenes HLI-"Lebenszentrum" geführt hatten, um sie dort festzuhalten. HLI kaufte schließlich das ganze Gebäude auf, in dem sich die Klinik befand, und nutzt es seither für Propagandazwecke.
Auch im Fall der betroffenen Grazer Arztpraxis hat HLI bereits die Wohnung über der Praxis gemietet und versucht systematisch Frauen den Zutritt zu erschweren.
Abtreibung ist Frauenrecht!
TATSACHEN ÜBER „HUMAN LIFE INTERNATONAL“:
Radikale Abtreibungsgegner_Innen wie HLI stellen sich selbst oft als harmlose „LebensschützerInnen“ dar.
Tatsache aber ist:
- dass HLI Terror und Psychoterror gegen Frauen und Angestellte von Abtreibungskliniken ausgeübt hat bzw. ausübt;
- dass Frauen beschimpft und am Betreten von Kliniken gehindert worden sind;
- dass im Umfeld von HLI-Aktivitäten Morddrohungen ausgesprochen wurden;
- dass HLI Lügenpropaganda verbreitet,
(Diese Punkte sind übrigens juristisch abgesichert: sie wurden vor dem Landesgericht Wien 2002/2003 bewiesen und auch vom Oberlandesgericht am 15.3 2004 bestätigt.)
- und dass HLI für die Abschaffung der Fristenlösung eintritt.
WIR FORDERN:
- kostenloser und anonymer Zugang zu Verhütungsmitteln und Abtreibungen!
- Abtreibung raus aus dem Strafgesetz!
- keine Vorträge von AbtreibungsgegnerInnen an Schulen und Universitäten!
- AbtreibungsgegnerInnen von Einrichtungen fernhalten, die Schwangerschaftsabbrüche oder diesbezügliche Beratungen durchführen!
- für das Selbstbestimmungsrecht von Frauen - Pro Choice !
ARGE für das Selbstbestimmungsrecht von Frauen
Unterstützt von:
Aktion kritischer SchülerInnen Stmk, Frauenreferat der ÖH Uni Graz, Frauendokumentations-und Projektzentrum Graz, Frauensprecherin der Grazer Grünen, Grünalternative Jugend Stmk, Grüne & Alternative StudentInnen, Mayday Graz, Sozialistische Jugend Graz, Sozialistische Jugend Österreich/Frauen, Verband Sozialistischer StudentInnen, Unabhängige Frauenbeauftragte Stadt Graz.
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