
Im
Mai 2006 begannen in Oaxaca, einem südlichen Bundesstaat Mexicos LehrerInnen mit einem Streik. Dieser wurde von Anfang an mit staatlicher Repression begegnet und entwicklete sich bald zu einem Aufstand. Die Aufständischen organisierten sich in der APPO, der Versammlung der Menschen von Oaxaca. Sie besetzten öffentliche Plätze, Regierungsgebäude und blockierten Straßen. Die regionale Regierung unter Governeur Ulises Ruiz Ortiz wurde von der Bewegung abgesetzt. Doch sie setzte ihre repressive und korrupte Politik fort. Immer wieder kam es zu Übergriffen durch Paramilitärs, bei denen mehrere Menschen ermordert wurden.

Am
27. Oktober 2006 starteten paramilitärische Einheiten mehrere Angriffe auf die zahlreichen von den Aufständischen errichteten Barrikaden. Es kam zu zahlreichen Verletzten und mindestens drei Toten, unter ihnen
Indymedia Reporter Brad Will. Die Angriffe waren Auftakt der seit Wochen vorbereiteten Operation "Grosses Saubermachen". Am
28. Oktober (
es) beschloss die Bundesregierung unter dem scheidenden Präsidenten Vicente Fox die Mobilisierung der Policia Federal Preventiva (PFP), um die "öffentliche Ordnung" wieder herzustellen. Mittels Flugzeugen wurden mehr und mehr Einheiten nach Oaxaca gebracht, die gleich damit begannen, die Stadt einzukesseln. Am Morgen des
29. Oktober 2006 (
es) begannen die Polizeieiheiten ihren Vormarsch auf die Stadt und der Räumung der Barrikaden.

Einen
Überblick über die Ereingnisse vom Mai bis zum 29. Oktober 2006 finden sich im Artikel:
Oaxaca - ein Aufstand für die Freiheit!, Eine Chronologie der Ereignisse ab dem 27. Oktober auf
chiapas.at. Am
2. November wurde die Polizei nach einem Angriff auf Radio Universidad
vorerst aus der Stadt vertrieben (Fotos
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7). Am
5. November beteiligten sich mehr als 1. Million Menschen an einem
Megamarsch in Oaxaca Stadt. Der Konflikt befindet sich weiter in einer entscheidenen Phase. Am
5. November explodierten in Mexico Stadt drei Bomben. Ziel des Anschlages, zu dem sich fünf Organisationen
bekennen, sind das nationale Wahlgericht, die PRI und eine Bank. Es gab keine Verletzten und geteilte Meinungen über die Anschläge. An den
folgenden Tagen gab es weitere Demonstrationen und Angriffe durch Paramilitärs. Am
10. November begann der formale Gründungskongress der APPO.
Mehr zur weiteren Entwicklung auf
chiapas.ch.
¡Protest! Weltweit fanden
Protest- und Trauerkundgebungen statt (
Übersicht). In
Wien am
Mo, 30. Oktober 2006 (
Bericht |
Fotos) und
Mo, 6. November 2006 (
Bericht |
Fotos |
Aufruf).
Am
Mo, 20. Nov 2006 ist
weltweiter Aktionstag, Mahnwache in
Wien: 17.30-19:00 am Stock im Eisen Platz (U1 Stephansplatz) mit anschl. Demo zur Botschaft von Mexiko, in
Salzburg von 16.00-19.00 Standkundgebung am Platzl. Weitere Infos dazu auf
no-racism.net und bei der
Mexiko Plattform. Weitere Demos am 20.11. u.a. in
Berlin, Frankfurt und Rostock.
Weitere Demo in Wien:
Fr, 1. Dez 2006, Treffpunkt 17:00 Stephansplatz.
¡Online Proteste! Onlineformular zum Abschicken von Protestmails |
Electronic Blockade of Mexican Embassies and Consulates
Materialien: Flugblätter:
2 Seiten pdf |
4 Seiten pdf |
Plakate |
Indymedia-Printausgabe: 4 Seiten pdf
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13 Sep 2006 |
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