Wie am letzten Treffen beschlossen, findet am 4. und 5. Juli 2009 das Bundesweite Indymedia Sommertreffen statt. Als Location wurde diesmal die Hus, Rathausstrasse 19-21, 1010 Wien, auserkoren.
Beginnen wird das Treffen am Samstag ab 12:00 mit gemeinsamen Brunchen und Brainstormen. Diskussionspunkte können schon im Vorhinein im TWiki festgehalten werden.
Berichte aus dem Newswire: Bericht Demo fuer Bewegungsfreiheit (27.06.2009)
Proteste gegen Internierungslager in Europa (26.06.2009) | Das Sicherheitsrisiko in Calais: "Diese Woche ist nicht so wie sonst" (25.6.2009) | noborder Camp in Calais hat begonnen (23.6.2009) | Call for a transnational demo for freedom of movement in Calais on 27th of June 2009 | GB, FR: Charterabschiebungen, neue Lager und Widerstand (20.3.2009)
Aktuelle Nachrichten Liveticker von lille.indymedia.org und Berichte auf francais | english | dutch | deutsch | aktuelle Berichte von calaisnoborder.eu.org (en, fr) unter http://identi.ca/calaisnoborder | Campradio Zeiten und Streams
Am Freitag, 19.6., und Samstag, 20.6., trafen sich in Innsbruck Burschenschafter aus dem ganze deutschsprachigen Raum, um den Burschenschafterkommers 2009 zu begehen. Die Organisation des Kommerses wurde von einer interkorporativen Arbeitsgruppe geleitet. Mit im Boot waren die Burschenschaft Brixia, die Burschenschaft Suevia, die Corps Athesia und Gothia, die Sängerschaft Skalden, die Landsmannschaft Tirol und die akademische Turnverbindung.
Schon im Vorfeld wurde diese Veranstaltung von vielen Seiten kritisiert und es wurde zu Gegenaktivitäten mobilisiert. Unter dem Slogan 'Alpenfestung schleifen!' riefen verschieden Gruppierungen zu Protesten auf. So gab es in vielen Städten Veranstaltungen, bei denen über die Hintergründe des Kommers aufgeklärt wurde - unter anderem in Wien, Bregenz, Passau, Steyr und Linz (siehe auch Termine und Mobilisierungsveranstaltungen im Mobilisierungsblog.
Audiobeiträge von Radio Freirad: Geschichte der Kommerse in Innsbruck, Die Burschenschaften, Die demokratische Gegenöffentlichkeit
Berichte zu den Gegenaktivitäten:
Mobilisierungsblog, Seite der Autonomen Antifa Innsbruck, Website der Aktion gegen Rechtsextremismus
Polizeikontrollen in Celovec wegen Festkommers, Presseaussendung: Straßenblockaden gegen Burschenschafter, Fotos 1: Alpenfestung schleifen, Fotos 2: Alpenfestung schleifen, Fotos 3: Alpenfestung schleifen, Burschenschafts-Kommers Innsbruck auf de.indymedia.org, Bericht von Samstag, Proteste gegen Schmissgermanen (Innsbruck) auf de.indymedia.org
Anbei noch der Liveticker von Freitag & Samstag:
Vom 23. bis 29. Juni 2009 wird von Initiativen aus Frankreich, Großbritannien, Belgien und Deutschland ein Protestcamp gegen Grenzkontrollen in Calais, Frankreich organisiert. Für Samstag, 27. Juni gibt es einen Aufruf zu einer transnationalen Demonstration für Bewegungsfreiheit. Calais ist ein Symbol des Europäischen Migrationsregimes und ein Ort, von dem aus viele Menschen versuchen, über den Eurotunnel nach GB zu gelangen (siehe Bericht). Das Camp soll helfen, die Situation von Migrant_innen in und um Calais sichtbar zu machen (siehe Fotos und Videos) und richtet sich gegen die steigende Repression gegen Migrant_innen und lokale Aktivist_innen. Neben zahlreichen Workshops und Aktionen sind eine tägliche Campzeitung und Radio geplant. Siehe Programm und nützliche Tipps (de), detailiertes Programm (fr/en)
Mehr: calaisnoborder.eu.org | london.noborders.org.uk | no-racism.net | Mobilisierungsvideo | Audiointerview | lille.indymedia.org | indymedia.org.uk
Vom 11. bis 14. Juni 2009 finden Aktionstage in München statt: "Lagerschlussverkauf! Selbstbestimmung statt Zwang! Für das Recht auf menschenwürdiges Leben!". Diese Proteste richten sich gegen die zwangsweise Unterbringung von Asylwerber_innen in bayrischen Flüchtlingslagern. Am Programm stehen u.a. ein Hearing mit Flüchtlingen aus ganz Bayern, eine Dauerkundgebung am Stachus, Demonstrationen am Samstag in München und Würzburg und ein Fußballturnier zum Abschluss am Sonntag. Siehe Aufrufe: deutsch | englisch | arabisch | farsi | sorani, Programm für Do | Fr | Sa | So. Berichte: Do | Fr | Sa | Video | Resümee.
Mehr im Artikel Lagerschlussverkauf: Wir schließen alle Flüchtlingslager in Bayern! und auf deutschland-lagerland.de.
Übersicht über weitere Proteste auf no-racism.net | gesammelte Aufrufe / Flyer als pdf
Am 31.05. 2009 wurde ein leer stehendes Haus auf der rechten Wienzeile 35 (U4 Kettenbrückengasse) still besetzt. Nach einer netten ersten Nacht gibt es heute, 1.6. Workshops, es wird gekocht, sich besproche und am Abend gefeiert.
Als die Polizei heute Mittag aufkreuzte, gab es eine kurze Räumungspanik, die inzwischen schon wieder verflogen ist. Die anwesende Polizei verhiet sich ruhig. Alle warten auf die Projektleiterin, Frau Dr. Adler, die angeblich am Nachmittag erscheinen soll. Wichtig in dem Zusammenhang zu bemerken ist, dass es ein selbstverwaltetes Hausprojekt ist.
Aus Solidarität gab es ein kleines Straßenfest am Naschmarkt.
Leider gibt es für das Haus konkrete Baupläne, es soll aufgestockt werden und ein Youth Hostel ist geplant.
Nach einer langen Nacht wurde die Besetzung heute (2.6.) Morgen beendet.
Rechtshilfe: 0650 / 41862452818
Klick: hausprojekt.noblogs.org
Newswire: 1 Fotos: 1 | 2
Programm...
Die rechtsradikale Bürgerinitiative Dammstraße rief für Donnerstag, 14. Mai 2009, zu einer rassistischen Demonstration in der Wiener Innenstadt. Zur Verhinderung des Baues eines islamischen Gebetshauses in Wien-Brigittenau, trafen sich Rassist_innen und Neo-Nazis um 17:00 am Ballhausplatz. Von dort aus zogen sie unter massiver Hilfe der Polizei zur Abschlusskundgebung mit Heinz Christian Strache beim Rathaus.
Um den Rassist_innen keinen Platz zu lassen, wurde von einem breiten Spektrum linker und linksradikaler Gruppen zu Demonstrationen für Zivilcourage und gegen Rassismus und Islamfeindlichkeit aufgerufen. Treffpunkte waren um 16:00 vorm Parlament und vom Autonomen Block um 16:30 vor der Uni Rampe (Dr. Karl Lueger Ring 1), Treffpunkt einer Grünen Kundgebung um 16:30 vor dem Burgtheater.
Die Polizei den Bereich rund um den rassistisch-faschistischen Aufmarsch großräumig ab und ging repressiv gegen antifaschistische Proteste vor. Mehrmals wurden Blockaden von der Polizei geräumt, um den Weg für den rassistischen Mob freizumachen. Dabei kam es zu mehreren Verletzten und drei vorübergehenden Festnahmen von Antifaschist_innen. Weiterlesen....
Der erste Mai 2009 wurde in Linz durch die Exekutive mit gewalttätigen Übergriffen begangen. Bei dem jährlich stattfindenden 1.Mai Aufmarsch der KPÖ in Linz wurde von der Polizei versucht mit Schlagstock und Pfeffersprayeinsatz, Menschen aus der Demo zu extrahieren. Ein Teil der Demo wurde mehrere Stunden eingekesselt: Berichte: 1.Mai Linz, Polizeibrutalität in Linz am 1.Mai!, Stellungnahme vom Vizerektor der Linzer Kunstuni bzgl. des Polizeiüberfalles in Linz; Beiträge in anderen Medien: 1.Mai 09: Videos, Fotos, Texte zum Polizeiübergriff (im subversivblog), Informationen zu den Gewalteskalationen im 1.Mai in Linz, Wir sind friedlich, was seid ihr?, Pressespiegel auf antifa.servus.at, otoene zum 1. mai in linz pk der kpoe, otoene zum 1. mai in linz - Telefonbericht von den Polizeiangriffen auf 1.-Mai-Demo in Linz
Betroffene wenden sich bitte an antifa[at]servus.at (Anzeige, Strafverfügungen)
Zur Dokumentation der Vorfälle werden ZeugInnen gesucht: Polizeigewalt in Linz- ZeugInnen gesucht!
Als Reaktion auf die Vorfälle wurde ein Bündnis gegen Polizeigewalt gegründet. Ausserdem wurde zu Demonstrationen gegen Polizeigewalt in Salzburg, Wien und Linz aufgerufen. Eine weitere Demonstration findet am 16. Mai im Zuge der Proteste gegen den FPÖ Bundesparteitag statt.
Am 1. Mai 2009 ist es zehn Jahre her, dass ein junger Afrikaner während einer Deportation aus Österreich qualvoll ums Leben kam. Der 25jährige Marcus Omofuma aus Nigeria wehrte sich gegen seine Abschiebung. Drei Fremdenpolizisten zerrten ihn mit Hilfe von Klebebandfesselung an einen Flugzeugsitz total bewegungsunfähig fest - die Atmungsbewegung des Brustkorbes waren stark eingeschränkt, Mund und Nase verschlossen. Der Erstickungstod von Marcus Omofuma ist kein Einzelfall. Immer wieder werden Menschen im Gewahrsam der Polizei umgebracht. Rund um den 10. Todestag werden im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen und Aktionen und einer Demonstration am 1. Mai 2009 der rassistische Justiz- und Polizeiterror kritisiert und ein Ende von Schubhaft und Abschiebungen in Österreich und der EU sowie gleiche Rechte für alle gefordert.
Nachbereitungstreffen am Mi, 13. Mai 2009 um 18.00 im WIK Vernetzungsbüro, Margaretengürtel 96/4, 1050 Wien.
Kommende Proteste: Fest für Bewegungsfreiheit am 15. Mai 2009 in Wien
Berichte auf Indymedia: 10. Todestag von Marcus Omofuma - Kein Vergeben, kein Vergessen | Bericht vom Aktionstag gegen Rassismus in Wien | denunzierende Ordner | Der Polizist | Transpi-Aktion | Intervention zum 10. Todestag | May 1st 2009: 10th anniversary of the death of Marcus Omofuma
Demo-Berichte in anderen Medien: afrikanet.info | no-racism.net | nochrichten.net
Audios: Sendereihe Kein Vergeben, kein Vergessen - gesammelte Beiträge | oton demo zum 10. jahrestag der toetung von marcus omofuma | Zip-Fm Wien 1. Mai Spezial, Teil 1 | Teil 2
Materialien: indy@papier | Plakat 1 | Plakat 2 | Mobilisierungsmaterialien am Blog rassismus tötet
Links: no-racism.net | Marcus Omofuma | racismkills.blogsport.de | afrikanet.info | Radio Orange 94.0 | nochrichten.net | Asyl in Not | WIK Vernetzungsbüro | "moving culture – moving people" Fest für Bewegungsfreiheit | Die Deportation des Marcus Omofuma (pdf) | The Marcus Omofuma Deportation - english (pdf)
Im April 2009 kam es zu mehreren Protesten von Schüler_innen gegen die von der Regierung verordneten Sparpläne im Bildungsbereich. Für kurze Zeit beteiligten sich auch die Lehrer_innen und ihre Gewerkschaften an den Protesten - doch die Gewerkschaften sagten nach einem "Kompromissangebot" der Regierung die geplanten Lehrer_innen-Proteste am 23. April 2009 ab. Die Auswirkungen dieses "Kompromisses" treffen sowohl Lehrer_innen als auch Schüler_innen. Viele Schüler_innen, die sich in den vergangenen Wochen mit ihren Lehrer_innen solidarisierten, sehen sich nun von ihnen verraten - und riefen zu einem Schulstreik am Freitag, 24. April 2009 auf. Zu diesem erschienen bundesweit ca. 60.000 Schüler. Mittlerweile sind auch neue Massnahmen im Gespräch, obwohl die offizielle Schülervertretung einem neuen "Kompromiss" zugestimmt hat.
Beim diesjährigen Weltsozialforum, welches von 27. Jänner bis 1. Februar im brasilianischen Belém stattfand, wurde der 28. März zum Aktionstag und Beginn einer weltweiten Mobilisierung für eine neue Weltwirtschaftsordnung ausgerufen (siehe Gemeinsame Erklärung der Versammlung der sozialen Bewegungen anlässlich des Weltsozialforums 2009 in Belém / Brasilien). Anlaß ist der G20-Gipfel am 2. April 2009 in London.
Update2: Das Protokoll des Treffens wurde veröffentlicht
Update: Das Treffen wird am Sonntag ab 14:00 fortgesetzt
Es ist wieder soweit, nach diesmal nur 2 Monaten (siehe Bericht zum letzten Treffen) gibt es wieder ein bundesweites Treffen des at.indymedia.org Kollektives. Es kommen hierbei die Lokalen IMCs (Independent Media Center) aus verschiedensten Städten zusammen, um unabhängige Medienberichterstattung zu diskutieren und für kommende Events vorzubereiten.